Archive for März 2008|Monthly archive page

Da werde selbst ich neidisch

Beeindruckende Gameboy-Sammlung

Die Pandora macht Fortschritte

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Der Prototyp ist fast fertig. Einen genauen Termin gibt es natürlich noch nicht, aber schön, dass es Fortschritte gibt.

Dein kleiner Bruder klaut dir ständig deine PSP?

Und du willst ihm eine reinwürgen? Dann hat DealExtreme genau das richtige, nämlich dieses Gerät:

psp schocker

Es macht nichts besonderes, außer auszusehen wie eine PSP und Elektroschocks zu verteilen. Eigentlich ein großer Spaß, allerdings wird wohl kaum einer darauf reinfallen – das Gerät imitiert zwar eine Playstation Portable, aber schlecht. Darauf fällt wohl keiner rein, vor allem, da der Schocker auch noch deutlich kleiner ist, als eine normale PSP.

DealExtreme

Kabel stinken

Es begab sich aber zu der Zeit, daß ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, daß alle Welt geschätzt würde. Und diese Schätzung war die allererste und geschah zu der Zeit, da Cyrenius Landpfleger von Syrien war. Und jedermann ging, daß er sich schätzen ließe, ein jeglicher in seine Stadt. 4Da machte sich auch auf Joseph aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das jüdische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, darum daß er von dem Hause und Geschlechte Davids war Ähh Halt! Falscher Feiertag!
Aber auch zu Ostern sieht die Sache nicht anders aus. Die Schüler haben Ferien, die Studenten Semesterferien, Leute fliegen in den Urlaub, diverse Verwandtenbesuche von der Oma bis zur Tante sind Pflicht. Passend zu Karfreitag sind auch sämtliche Züge wieder überfüllt.
Also rein ins Vergnügen! Die Fahrt lässt sich ja problemlos überstehen, wir haben ja unsere Handhelds. Auf dem Nintendo DS darf Phoenix Wright gerade den dritten Fall seines dritten Teiles lösen und auf der Playstation Portable gibt es ein schönes, kleines und unglaublich gutes Spiel namens Cave Story. Also rein in den Koffer und los!
Aber Halt! Da die aktuellen Handhelds nicht die ideale Batterielaufzeit haben und es das fieseste ist, wenn die Batterie an der spannensten Stelle aufgibt, packt man natürlich auch die Ladekabel ein. Also einmal in der Schublade wühlen und das DS und das PSP-Ladekabel suchen. Der Laptop darf natürlich auch nicht fehlen. Und auch der hält nur ca. 4-5 Stunden durch. Also noch ein Ladekabel. Wir sind noch nicht fertig – da gammelt natürlich noch das Handy in der Hosentasche rum, das auch keine zwei Wochen ohne Strom aushält. Also wandern insgesamt vier Ladekabel in den Koffer. Zum Glück habe ich keinen iPod, sonst könnte ich noch ein Kabel einpacken.
Aber auch schon vier Kabel sind drei zuviel. Sie nehmen Platz weg, haben die unangenehme Eigenschaft, sich ständig zu verknoten und wenn man sie dann am Ferienort vergisst, ist das schöne teure Gadget erstmal nur ein teurer Briefbeschwerer. Auch auf längeren Campingtrips rächt es sich, dass moderne Geräte am Strom hängen wie Junkies an der Nadel. Früher hat es gereicht, einfach am Kiosk oder im Supermarkt ein Pack Batterien für den Gameboy zu kaufen, um weiter zocken zu können. Heute benötigt man zwingend eine Steckdose.

Wieso können die Hersteller sich nicht auf einen Standard einigen? Ein Ladekabel, das an mehreren Geräten funktioniert, egal von welchem Hersteller. Handy, Handheld und MP3-Player, alles in einem. Dann muss man auf Reisen nur ein Kabel mitnehmen und da man mit jedem Gerät eins bekommt, kann man auch mal eins bei den Eltern liegen lassen oder bei der Arbeit. Und irgendwer hat dann immer eins zur Hand.
Die Gründe dafür sind natürlich klar: Es ist einfacher, sein Gerät einfach zu entwickeln anstatt irgendwelche Standards zu vereinbaren und sich daran zu halten. Und es ist natürlich auch ein gutes Geschäft – schließlich gibt es Leute, die sich die ganzen Autoladekabel, Ersatzbatterien usw. kaufen. Und beispielsweise Apple verdient gut an den proprietär Anschlüssen des iPods – immerhin müssen alle Hersteller, die Zubehör anbieten, Lizenzgebühren abdrücken. Trotzdem – Kundenfeindlich ist so ein Verhalten schon. Ich will nicht vier Kabel mit mir rumschleppen müssen.

Phoenix Wright 3 – Trials and Tribulations

Es ist schön, wenn man ein Review mal kurz fassen kann: Wer bis jetzt noch kein Phoenix Wright-Spiel gezockt hat, sollte natürlich mit Teil 1 anfangen. Und jedem, der sich durch die ersten zwei Teile geschlagen hat, wird auch Teil 3 gefallen. Keine Neuerungen, einfach nur neue Fälle und die Story wird weitererzählt. Mir gefällt’s.

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Onestation Elite Hands-On

Wie versprochen, gibt es natürlich auch ein Hands-on zur Onestation Elite.
Hier ist sie von vorne. Erstaunlicherweise hat sie vier Steuerknöpfe, obwohl auf den Modulen nur alte NES-Spiele sind.

Und hier einmal das Ding von hinten:

Wie auch die MD Max benutzt die Elite eigene Module, die weder zur Onestation oder zur MD Max kompatibel sind. Das ist natürlich extrem blöd, da man sich so jeweils immer neue Spiele kaufen muss.
Und wie spielt es sich jetzt auf der Elite? Schwer zu sagen, da die Produktionsqualität unter aller Sau ist. Ich hatte mir bei DealExtreme insgesamt 4 Module bestellt. Davon funktioniert nur eins und das auch nur eingeschränkt. Die anderen 3 Module sind kaputt und zeigen nur Grafikfehler an. Auch das einzige funktionierende Spiel funktioniert nur halb. Einige Spiele darauf laufen, andere zeigen auch nur Grafikfehler an. Auch einige andere Leute, die sich die Elite bestellt haben, berichten von ähnlichen Problemen. Auch ein Umtausch ist nicht sehr sinnvoll – Dealextreme sitzt in Asien und es kostet mehr, die defekten Module wieder zurückzuschicken als sie neu kosteten. Ansonsten kann man gar nicht so viel zur Onestation Elite berichten: Die Spiele sind die üblichen NES-Roms, die mal mehr und mal weniger gut sind. Das Display ist durchaus vernünftig, aber dafür ist die Steuerung natürlich wackelig und nicht gerade präzise. Und daher kann ich auch der Onestation Elite keine Kaufempfehlung geben. Sie bietet nichts überzeugendes und die hohe Fehlerrate bei den Modulen disqualifiziert sie endgültig. Auch wenn sie nicht viel kosten, ist das einfach nicht akzeptabel. Jeder NES-Emulator auf GBA, PSP, DS, GP2X & Co kann mehr.

Mario & Sonic at the Olympic Games

Eigentlich gehört an den Anfang jedes Berichtes zu Mario & Sonic die unglaublich spannende Geschichte, dass früher, damals auf dem Schulhof, im Konsolenkampf Nintendo vs. Sega, keiner es für möglich gehalten hätte, dass Mario und Sonic mal in einem Spiel zusammen auftreten würden. Und dass die Ankündigung von Mario & Sonic einen gewaltigen Schlag in die Magengrube darstellte, genauso wie damals als Knight Rider abgesetzt wurde.

Dummerweise habe ich als Kind aber lieber am C64 und PC gezockt. Giana Sisters, Turrican, Dune 2, Commander Keen, Doom und weitere waren  bei uns das Gesprächsthema und auf den Konsolen hat mich nur Super Mario World interessiert. Daher juckt es mich auch nicht, ob ein Klempner und ein Igel zusammen in einem Spiel auftreten.

Mario & Sonic at the Olympic Games ist, wie man unschwer erkennen kann, ein Sportspiel. Dummerweise aber kein gutes.

Das erste Problem ist, dass es sich um ein Spiel zu den olympischen Spielen handelt. Die sind, gerade da sie in China stattfinden, eh eine Sauerei, aber das größere Problem ist, dass die olympischen Sportarten stinklangweilig und öde sind. 100m-Lauf? Weitsprung? Schwimmen? Die hab ich schon in der Schule gehasst und auch auf dem DS kommt kein Spaß auf. Bei den Laufdisziplinen muss man halbwegs rhythmisch den Stylus über den Touchscreen kratzen lassen – als Spielkonzept funktioniert das nicht. Auf der Wii, als Partyspiel ist rumwackeln ja noch ok, aber auf dem DS macht es keine Laune.

Auch die anderen Sportarten sind entweder murks oder schlecht umgesetzt. Beim Tischtennis funktioniert die Steuerung nicht, Bogen- und Tontaubenschießen sind unmotivierender als die Moorhuhnjagd, Trampolin ist simples Strichezeichnen, Fechten macht keinen Spaß und auch Radfahren und Hammerwerfen überzeugen nicht.

Dazu kommt noch die maue 3D-Grafik. Der DS kann kein ordentliches 3D und daher sollte man als Entwickler versuchen, das zu vertuschen und einem nicht mit ständigen Wiederholungen unter die Nase reiben. Wenn wir schon bei Wiederholungen sind, die sind auch so ein Problem. Starten wir eine Disziplin, kriegen wir zuerst einen kleinen Vorspann. Dann dürfen wir irgendwas machen wie einen Pfeil auf eine Zielscheibe abschießen. Dann ärgert der Charakter sich oder freut sich. Und dann kommt nochmal eine Wiederholung. Gähn! Wie gesagt, am Wii, im Multiplayer, ist das in Ordnung. Aber auf dem DS nicht.

Daher Pfoten weg von Mario & Sonic.

Onestation MD Max Hands-On

Endlich hat Dealextreme mir die zwei neuen Onestations geliefert. Ihr könnt euch also den nächsten Tagen einige Posts über diese Geräte erwarten. Ich fange mit der Onestation MD Max an, die einfach nur unglaublich peinlich benannt ist 😉
Hier ist das Gerät erstmal von vorne. Die Bilder gibt es, wie immer, in voller Auflösung im Portablegaming-Wiki.

Und hier ist es von hinten:

Wie auch bei der ersten Onestation ist der Modulschacht extrem merkwürdig angebracht. Obwohl die Module extrem klein sind (kleiner sind eigentlich nur noch die des Pokémon-Mini und diverse Flashkarten), steht es ein Stückchen weit raus.

Kommen wir zu den Spielen. Ich habe ein 7 in 1-Modul bestellt, auf dem sich einige alte MegaDrive-Rennspiele finden: Lotus 2, Fun Car Rally, Championship Pro AM, Super Monaco GP, Road Blaster, Double Clutch und Hard Drivin. Damit kann man auf jeden Fall was anfangen, gerade Lotus war damals meiner Lieblingsrennspiele.

Wer genau hingeguckt hat, wird natürlich schon eines der größten Probleme des Gerätes bemerkt haben. Der Bildschirm hat das 16:9-Format und der MegaDrive hatte natürlich 4:3. Für die Spiele bleiben damit eigentlich nur zwei Möglichkeiten: Entweder sie laufen im 4:3-Modus und an der Seite gibt es schwarze Balken oder sie werden auf 16:9 gestreckt.

Genau. Die MD Max nutzt natürlich die schlechte Variante und streckt die Spiele. Das ist häßlich und stört. Einen Modus, um das Bildschirmformat umzuschalten gibt es natürlich auch nicht. Da hat der Designer eindeutig geschlampt.

Ein Blick auf die Vorderseite der MD Max zeigt noch ein weiteres Problem: Die Steuerung. Das D-Pad ist extrem wackelig und knatscht bei jeder Bewegung. Viel gravierender ist aber die Platzierung der Buttons – wer auch immer die Idee hatte, sie einfach übereinander zu platzieren, hat wohl noch nie vernünftig MegaDrive gezockt. Die Rennspiele auf meinem Modul verzeihen das noch relativ gnädig, da man meistens eh nur einen Knopf zum Gasgeben braucht. Einen 2D-Prügler will ich damit nicht spielen müssen.

Der MD Max benutzt auch andere, kleinere Module als die OneStation und die OneStation Elite. Bisherige Spiele sind also nicht kompatibel, was sehr schade ist. Die Spiele sind alle Multimodule mit diversen alten MegaDrive-Klassikern.

Lohnt die OneStation MD Max sich? Nein. Die erste OneStation hatte wenigstens noch ein nettes Konzept und eigene Spiele. Die MD Max bietet nur raubkopierte MegaDrive-Module, die auch noch auf dem Bildschirm gestrecht werden. Da ist man mit jedem anderen Handheld, der den MegaDrive emuliert, deutlich besser dran.

(den gleichen Artikel gibt’s auch im Wiki