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Der Famizero Portable

Momentan gibt es auf Ebay einen neuen Famiclone-Handheld zu kaufen, den Famizero Portable. Anscheinend bietet er allerdings nicht viele neue Features im Vergleich zu bisherigen Famicom-Handhelds: Er nutzt Famicom-Module, NES-Module funktionieren nur mit sperrigem Adapter, 2,4″-Display und TV-Out. Und wie immer gibt es auch verschiedene Namen: Neben Famizero Portable taucht auch FC Mobile auf.

Wo bleibt eigentlich der EEE-Handheld?

Das größte Problem der bisherigen Homebrew-Handhelds, sei es GP32, GP2X, PSP und wie sie alle heißen, war die Tatsache, dass sie alle eigene Betriebssysteme und Prozessoren besaßen. Um also ein Spiel auf den Handheld zu portieren, benötigt man den Sourcecode oder man muss aufwändig einen eigenen Interpreter schreiben. SCUMMVM ist hier wohl das beste Beispiel – damit laufen alle klassischen Lucas Arts-Adventures.

Das Problem ist natürlich klar – keiner schreibt einen Interpreter für irgendein obskures Spiel. Und wenn ein Spiel eine eigene, spezielle Engine benutzt, muss es schon sehr beliebt sein, damit sich jemand an die Arbeit macht.

Der Asus EEE bringt allerdings eine interessante Neuigkeit: Er ist nur etwa doppelt so groß wie eine Playstation Portable (der direkte Vergleich ist erstaunlich), ist aber ein kompletter x86-Rechner. Damit kann er, falls man das entsprechende Betriebssystem installiert, problemlos alle etwas älteren Spiele nativ laufen lassen. Ohne Portierung, ohne großen Programmieraufwand.

Der Asus ist natürlich zum Spielen nicht perfekt geeignet – er hat Linux als Betriebssystem, die Tastatur ist zockerunfreundlich und die ganze Gehäuseform eignet sich nicht zum mobilen Zocken. Trotzdem ist der Ansatz sicherlich machbar – man nehme die Technik eines EEE, packe das ganze in ein handheldartiges Gehäuse mit spieletauglichen Tasten (und vielleicht einem Trackball), installiere ein passendes, etwas älteres Windows und schon hat man einen richtig guten Homebrewhandheld, auf dem fast alles läuft.

Auch der Preis sollte machbar sein – der Asus EEE kostet hierzulande 300€, aber nur 300$ in den USA. Die Pandora wird nicht wesentlich günstiger werden.

Gutes Wetter = Schlecht

Es ist mal wieder diese Jahreszeit – die Sonne scheint, alle Menschen sitzen in Cafés, in Parks oder im eigenen Garten, grillen, trinken Bier, essen Eis oder gehen einfach nur spazieren. Nur die wenigsten Kellerkinder verstecken sich in ihrer Wohnung und treiben sich nicht draußen rum.
Und genau dafür sind Handhelds eigentlich perfekt – man muss nicht mehr drinnen vor der Konsole hocken, sondern kann sich bequem in den Garten setzen und trotzdem daddeln. Wenn, ja wenn die Dinger vernünftig entspiegelt wären. Kaum scheint die Sonne, erkennt man nämlich weder auf der PSP noch auf dem DS irgendetwas und das Spielen wird zur Qual. Nur abends, wenn die Sonne schon untergegangen ist, kann man entspannt zocken. Schade.