Archive for August 2008|Monthly archive page

Wiz-Bilder von der IFA

Nachdem der Wiz jetzt offiziell angekündigt ist, gibt es momentan einen wahren Bilderregen. GPH betreibt auf der IFA in Berlin einen Stand, natürlich ist Evil Dragon vor Ort und er hat auf GP2x.de einige Bilder gepostet.

Viel neues gibt es allerdings nicht zu berichten. Es ist möglich, den Wiz mit speziellen Aufklebern zu individualisieren, aber das ist im Prinzip auch mit jedem anderen Handheld möglich. Ansonsten gibt es endlich ein Vergleichsbild zum GP2X:

Zu den sehr umstrittenen D-Pads hat er folgendes zu berichten:

Die zwei DPads fühlen sich am Anfang etwas seltsam an – aber nach ein paar Minuten merkt man nicht mehr wirklich, dass das zweite auch ein DPad ist.
Man kann auch mehrere Tasten auf einmal drücken – so lange es nicht oben/unten oder links/rechts gleichzeitig ist. Das führt unweigerlich dazu, dass man alle vier Buttons gleichzeitig drückt…. aber mir fällt kein Spiel ein, welches so etwas verlangt.

Die Firmware ist noch nicht komplett fertig und momentan laufen nur Emulatoren für den CPS2 und den NeoCD auf dem Gerät. Jeder, der sich das Gerät mal genauer angucken will, kann das auf der IFA in Halle 30 im Korea-Pavillion.

Update: Das hört sich jetzt wirklich schlimm an:

Ein Problem ist aber aufgetaucht… ich habe gerade einen SNES-Emulator ausprobiert – und es bei Super Mario World nicht durchs erste Level geschafft… dem Button-DPAD sei dank.
Da muss noch dringend was gemacht werden. Ich werde es die Jungs mal testspielen lassen… vielleicht verstehen sie es dann.

Bilder des Wiz-Prototypen

Orkie hat im GP32x.com Board Bilder von einem Wiz-Prototypen gepostet. Und da wir alle Bilder von Handheldprototypen lieben, poste ich sie einfach mal hier:




Die Bilder gibt es im oben verlinkten Post auch in höherer Auflösung.

DVTech Discovery


Der DVTech Discovery ist ein MegaDrive-Handheld, der erfreulicherweise richtige MegaDrive-Module verwendet. Damit ist er im Prinzip eine modernere und kleinere Variante des Sega Nomad. Endlich ist man nicht mehr auf die wenigen voreingebauten Spiele solcher Geräte angewiesen oder auf schwierig zu erwerbende Multimodule, die immer die gleichen Spiele enthalten.
Dummerweise ist der Bildschirm wie auch bei der OneStation MDMAX in 16:9 und alle Spiele werden dadurch in die Länge gezogen.
Der Discovery soll sieben Stunden Batterielaufzeit haben, kommt in den Farben Silber, Blau und Schwarz und lässt sich an den Fernseher anschließen.
Viel Informationen lassen sich allerdings nicht finden. Es gibt ein Video auf YouTube, in dem jemand mit dem Handheld spielt:

Ansonsten gibt es nur einen Kommentar in einem russischen Onlineshop, wo ein User gleich dreimal „ГОВНО“ gepostet hat, was ungefähr sowas wie „Kacke“ bedeutet.
Dafür ist der Discovery recht günstig: Diverse russische Onlineshops verkaufen ihn zu einem Preis zwischen 1300 und 1400 Rubel, was ca. 35-38€ entspricht. Dummerweise gibt es aber anscheinend keinen Laden, der das Gerät auch nach Deutschland verschickt. Selbst Ebay hat keine Angebote.

Der Wiz – jetzt endlich offiziell angekündigt

GPH hat jetzt endlich nach der abrupten Einstellung des GP2X den Nachfolger vorgestellt. Und er sieht genauso aus wie das vor einer Weile geleakte Bild. Die technischen Daten sind ok, beeindrucken aber nicht:

  • ARM9 Prozessor mit 533Mhz und 3D-Beschleuniger
  • 64MB RAM
  • 1GB NAND Flash
  • 2,8″ Display mit 320×240 Pixeln
  • 121x61x18mm groß
  • ca. 5 Stunden Batterielaufzeit
  • Preis 135 Pfund / 170 Euro


Bei mir überwiegt momentan die Skepsis: Der Wiz ist sicherlich kein schlechter Handheld, aber gleichzeitig kann er einfach nicht perfekt überzeugen. Zum einen hat er seine Nische verfehlt: Er ist einfach zu teuer, um sich als billiger Handheld unter der Playstation Portable zu platzieren und kann gleichzeitig aber auch nicht mit dem Pandora mithalten.
Weiterhin scheinen die Tasten wirklich, wirklich unkomfortabel zu sein. Gerade Spiele, die einen Laufen-Knopf benutzen, dürften sehr schwierig zu steuern sein. Ich lasse mich gerne eines besseren belehren, aber GPH hat schon eine kleine Geschichte mit schlechten Eingabegeräten.
Das größte Problem des Gerätes wird aber die Software sein. Wenn wir ehrlich sind, ähnelt sich die Homebrewsoftware auf den meisten Geräten. Auf dem GP32 gab es die gleichen Emulatoren und Spiele wie später auf dem GP2X. Und ein Großteil der Software wurde auch auf die Playstation Portable, den Dreamcast und weitere Geräte portiert. Ein neuer Homebrewhandheld bringt meistens nur neue Software, wenn neue Leistung für bisher unerreichbare Emulatoren und Portierungen vorhanden ist. Der Wiz steht hier etwas blöd da: Er bietet wohl keine so große Leistung wie der Pandora und daher werden höchstwahrscheinlich die selben, alten Homebrews portiert, die auch momentan auf meinem GP2X und der PSP laufen. Das ist ein recht geringer Anreiz für die meisten, nochmal 170€ auszugeben.

Offizielle Broschüre
Offizielle Homepage (koreanisch)

Thread bei GP2x.de
Thread bei GP32x.com

Ein paar Handheldbilder von der Games Convention

Eines der kleinen versteckten Highlights der Games Convention 2008 war die Retroecke in Halle 2. Dort gab es neben diversen Konsolen, alten Heimcomputern und diversen Arcadeautomaten auch eine sehr feine Ausstellung mit Handhelds zu sehen. Die Handhelddefinition der Veranstalter unterscheidet sich zwar etwas von meiner und umfasst z.B. auch LCD-Handhelds mit einem eingebautem Spiel wie die Game & Watch-Reihe, aber trotzdem gab es ein paar nette Geräte gesehen, die ich auch noch nicht live gesehen habe.

Hier ein paar nette Game & Watch-Geräte:

Der GameAxe:

Der Game.com Pocket Pro, die fast völlig vergessene Neuauflage des eh schon vergessenen Game.com:

Der GameKingIII in nettem Gelb:

Es gab natürlich noch einiges mehr zu sehen, aber da diese Handhelds schon in unserem Wiki sind oder gar bei mir im Regal stehen, habe ich auf Fotos verzichtet.

Pandora Hands-on (English version)

Not just professional companies develop for consoles. There is also a
wide scene of hobby coders, who simply do it for the fun of it. Anyone
can write software on the PC and start without problems. But whoever
wants to develop for consoles will hit some very big hurdles. Console
manufacturers don’t earn their money through selling the hardware, but
with licensing fees that third parties have to buy. Free games are not
appreciated by them.

Developers find a way to overcome these
hurdles, though: Whether with custom firmware on the PSP, a modchip
installed in the ps2, buying a flashcart for the DS or with the help of
bugs on the Wii – in the end you can run your own programs. It is
cumbersome, often throwing the warrantee into the air and especially
with modchips and flashcards the threshold of piracy is low.

But
there is another way: There are now a few handhelds that are aimed at
and depend on the hobby developers. The GP32 from the small korean
company Gamepark made the first step in 2001. It was originally
designed as a competitor to the GBA, but didn’t inspire professional
game developers enough. The success came when GP started allowing
everyone to develop for it without limits. As a result, a big
international community of developers was built. Its successor, the
GP2X was released in 2005 , developed by Gamepark Holdings also from
Korea. It too relied completely on hobby developers, but there were
also problems with communications to Korea, as the absrupt halt in
production clearly showed. The GP2X scene therefore decided to develop
their own handheld. A few skilled handymen have come together and
developed the Pandora.

Its specs sound like a wet dream of
every technology freak: 600MHz CPU, 128MB RAM, in-built Wi-Fi,
bluetooth, a touchscreen with a resolution of 800×480 pixels, two
analog sticks, a full QWERTY keyboard and – of course – Linux.

At
the „Games Convention“ we had the opportunity to be one of the first to
take this new handheld under the microscope, and to have a chat with
Michael Mrozek aka Evil Dragon, owner of GP2X.de and the german
distributor of the Pandora, about his mark on the scene as a scene
leader.

We were able to see the Pandora with the final
Mainboard, but with unfinished housing. Since this was still a
prototype and very rattley,we didn’t have a chance to really play on
the device. To start the pandora, it even had to be taken apart. A
first impression was possible, though.

The display made a very
good impression. It is large and razor sharp thanks to the 800×480
resolution. It is also very colourful from the side and it is very easy
to recognize everything. In the GP2X forums after pictures were
released, people expressed their concerns, that the controls would be
hard to reach. When you hold the Pandora in your own hands these
concerns quickly disappear. It sits well in your hands and there is no
problem reaching the two analog sticks. The other buttons are easy to
reach as well. The keyboard in our test model was still not assembled.
How well this will turn out in the end is hard to say. Otherwise the
buttons aren’t too small and easy to reach.

Michael Mrozek
showed us the emulator „Final Burn“, which was comforting as it played
old arcade at full speed. What the device can do shows a fully
unoptimised version of Quake 2 that ran almost without lags. Also
another fact is impressive, up to 5 Super Nintendo Emulators will run
side by side (Yes that’s just to show off, no one actually wants to do
that…). Therefore there should be sufficient power available for more
sophisticated Homebrew games. DOSBox is expected to reach new regions
and there’s also enough juice for emulators.

For creators and
modders it’s also interesting that the contacts are the mainboard are
deliberately left quite large for those who want to add additional
hardware, so that you can add hardware through normal means without the
need for an education in electronics. It is also worth noting that all
contacts are properly labeled.

The pre-orders for the pandora begin on the 30th of September 2008 and will be delivered on 13th November 2008.

Thanks to chris_r from the GP32x.com board for the translation. High-Res pictures are here.

PSP-3000 jetzt offiziell

Nachdem eh schon alles klar war, hat Sony jetzt auf der Games Convention die PSP-3000 angekündigt. Wie zu erwarten war, fallen die Neuerungen sehr unspektakulär aus: Ein angeblich etwas besseres Display, ein eingebautes Mikrofon und ein paar kleine Änderungen im Detail sind einfach etwas wenig. Jeder, der noch keine PSP besitzt, darf sich natürlich auf das neue Modell freuen, aber alle anderen dürfen gemütlich warten und weiterhin mit ihrem alten Gerät zocken.
Interessant ist aber eher, dass erstmals ein wirklich neues Gerät eines großen Herstellers auf einer Pressekonferenz auf der Games Convention angekündigt wurde und nicht, wie bisher üblich, auf der TGS oder der E3.

Pandora erscheint am 13. November 2008

Die Nachricht kommt hier etwas zu spät, aber muss natürlich auch erwähnt werden: Die Vorbestellungen für den Pandora beginnen am 30. September 2008 und die Auslieferung startet am 13. November 2008. Damit hat der Pandora nach einigen Verspätungen endlich einen festen Termin.

Der Pandora im Hands-on

Auf der Games Convention in Leipzig hat Evil Dragon mir den Pandora vorgeführt. Der Bericht darüber ist auf PlaystationPortable.de zu finden. Der Bericht ist natürlich für ein breiteres Publikum gedacht und nach der GC werde ich hier auch einen Artikel für Handheldfreaks schreiben, mit hochauflösenden Bildern und so weiter.

FCC verrät PSP-3000

Sony hat bei der amerikanische Aufsichtsbehörde FCC einen Antrag auf Zulassung einer PSP-3001 gestellt. Und wie die FCC nunmal so ist, hat sie den Antrag freudig im Internet veröffentlicht und alle Newsseiten stürzen sich darauf. Im Prinzip scheint zumindestens laut der beigefügten Zeichnung alles beim alten zu bleiben. Auch die 3000er sieht ähnlich aus wie die vorherigen Versionen, ob sie wieder etwas kleiner ist oder sonstige neue Funktionen hat, kann man kaum erkennen.
Aber trotzdem zeigt diese Version die Marschrichtung Sonys: Mehrere kleinere technische Verbesserungen, aber keine großen Veränderungen im Design.