Archive for Dezember 2008|Monthly archive page

Neu: Blogroll

Es hat Ewigkeiten gedauert, aber jetzt hat auch dieses Blog endlich eine Blogroll. Momentan ist sie noch etwas klein und sehr stark auf die Pandora ausgerichtet, aber wenn ihr ein interessantes Blog oder eine andere Seite zum Thema betreibt, meldet euch hier in den Kommentaren und ihr habt die Chance, auch dort aufgenommen zu werden.

Advertisements

Gameboy Color im Zeldalook

Tenchi aus dem Assemblergames-Forum besitzt einen sehr schicken Gameboy Color mit Zelda-Motiv, der anscheinend von einer Zeitschrift als Preis verlost wurde. Eigentlich sind bemalte Handhelds natürlich nichts sonderlich spannendes, aber dieses Exemplar ist einfach zu schick, um es nicht zu zeigen.

Falls jemand Hinweise hat, welche Zeitschrift diesen GBC verlost hat, dann soll er sich im Assemblergames-Forum melden oder hier einen Kommentar hinterlassen.

Die endlose Saga des Gizmondos geht weiter

Ok, die Nachricht habe ich über die stressigen Feiertage einfach übersehen, aber eigentlich war es auch zu erwarten. Der angekündigte, neue Gizmondo verspätet sich. Als Grund wird die globale Finanzkrise genannt – klar, dass Investoren jetzt bei einem so merkwürdigen Projekt etwas skeptischer werden. Aber natürlich soll es irgendwie weitergehen. Jetzt soll der Gizmondo wie die Pandora auf dem OMAP3-Chipsatz basieren und weiterhin in zwei Versionen mit Android und Windows CE erscheinen. Der Preis soll über den ursprünglich angekündigten 99$ liegen, dafür soll es aber eine Telefonfunktion und die vollen Smartphone-Features geben.
Das ganze klingt wie auch schon vorher etwas merkwürdig. Es ist wohl nicht davon auszugehen, dass ein solches Gerät sehr viele Einheiten absetzen kann und die Zersplitterung auf zwei Betriebssysteme ist absolut kontraproduktiv. Viel interessanter ist allerdings Carl Freers Zitat:

„If you look at gaming devices today, they consist mainly of the Sony PSP and the Nintendo DS. There are a few other renegades, the Game Park and so on, but what we are talking about is creating a fully wireless Pocket PC, one that also has a gaming engine. There is nothing out there in the market that has the open source AppStore compatibility that we are talking about. I believe that the majority of games for the Xbox soon will be sold through Xbox Live. This will make connectivity more important than retail, so the Apple AppStore, and the Xbox Live is very, very interesting. Could you imagine if Xbox had an open platform, and we could build games and just post them, and see if they sell? It’s the same kind of mentality behind what Android is putting up now. In fact, Android has arguably less restrictions than Apple, but you still have to submit and they have to put their little finger on it“

Das klingt doch sehr nach einem Wildern im Pandora-Revier. Die bietet auch die Möglichkeit für kommerzielle Spiele, einen appstoreähnlichen Dienst wird es vielleicht auch geben und sie wird aus guten Gründen nicht von Freer erwähnt. Dem neuen Gizmondo muss man auf jeden Fall mit sehr viel Skepsis begegnen.

Wann kommt der Pandora-Konkurrent?

Die Pandora-Community bekommt langsam etwas Angst: Die Pandora verspätet sich immer mehr und die Konkurrenz schläft natürlich nicht. Gerade der Netbook-Markt ist momentan sehr dynamisch, die Geräte werden kleiner und immer leistungsfähiger. Gleichzeitig fächert der Markt sich auf, da die Geräte sich im Prinzip ähneln. Über den Preis lassen sich natürlich Kunden ködern, aber dann sind die Margen sehr niedrig. Daher versuchen viele Hersteller mit speziellen Features ein Alleinstellungsmerkmal zu bekommen. Geräte mit eingebautem UMTS oder Touchscreen gibt es schon und es ist eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis ein spezielles Spiele-Netbook erscheint.

Technisch ist das kein Problem: Man nimmt ein normales Netbook mit halbwegs spieletauglicher Hardware und dann fehlen eigentlich nur noch die passenden Eingabegeräte. Ein Touchscreen bietet ideale Eingabemöglichkeiten für viele Genres und es ist auch nicht so schwierig, ein oder zwei Analogsticks unterzubringen. So ein Gerät hat gegenüber der Pandora diverse Vorteile. Wenn es Windows XP und x86 benutzt, laufen alle älteren Spiele ohne spezielle Portierungen. Ebenfalls kann man die ausgereiften Emulatoren benutzen.

Unsere Pandora wird sich natürlich trotzdem innerhalb der etablierten Szene gut verkaufen, aber so ein Gerät kann natürlich den Massenmarkt gefährden. Wieso sollte man sich einen Linux-Handheld eines kleinen Herstellers besorgen, wenn man auch Starcraft & Co auf einem fast genauso teuren Gerät zocken kann, das nebenbei ein vollwertiger Rechner ist? Die Gefahr ist auf jeden Fall da und es ist eindeutig an der Zeit, dass die Pandora-Entwickler das Gerät endlich fertigstellen.

Es gibt Bilder, die muss man einfach zeigen

giantpsp
[via]

Bücher für den Nintendo DS

Nintendo, the Japanese video games company that brought us Donkey Kong and Mario the Plumber, is to announce a deal with the publisher
HarperCollins today to make literary classics available to read on its DS
portable games consoles.

The 100 Classic Book Collection ranges from Shakespeare and Dickens to Jane Austen and the Brontë sisters. It will cost about £20 and will be available initially only in Britain.

Readers will turn the pages by brushing a finger across the screen. If the collection is a success, Nintendo may expand the range of books available.

Quelle

Das ist ein interessanter Vorstoß von Nintendo und sicherlich ein ernstzunehmender Versuchsballon. Bücher passen perfekt zur Non Gaming-Strategie Nintendos und momentan giert die halbe Verlegerbranche nach eReadern. Wenn die Verkaufszahlen stimmen, werden wir sicherlich mehr Bücher in der Form sehen, schließlich sind sie leicht zu produzieren und bieten eine gute Gewinnspanne für Nintendo. Trotzdem muss es schrecklich sein, auf den kleinen Bildschirmen des DS ein ganzes Buch zu lesen. Auf dem Zodiac oder der PSP ist das problemlos möglich, aber der DS ist einfach zu klein, um wirklich angenehm zu sein.

Meggy Jr – ein Interview

Ich habe bereits über den Meggy Jr berichtet – jetzt sind allerdings die ersten Bestellungen ausgeliefert und zusammengebaut. Daher habe ich mir bastard aus dem GP2X.de-Forum geschnappt und ein kleines Interview mit ihm geführt.

Der Meggy Jr. ist der erste Handheld, den man selbst zusammenbauen muss. Wie schwer ist das? Und wie würdest du die Chancen für einen Neuling einschätzen?

Derjenige, der noch nie etwas gelötet hat, sollte nicht mit dem Meggy beginnen. Für erste Lötungen eignen sich zwar die Widerstände sehr gut, allzuviele sind es aber auch wieder nicht, so dass man nach wenigen Bauteilen bereits die Technik drauf haben muss. Kritisch sind die drei ICs, die ohne Sockel eingelötet werden. Zwei der ICs befinden sich unter dem LED-Modul – da könnte man mittels längeren Stiftleisten mit Sockeln arbeiten. Die obere Acrylplatte liegt aber auf dem
Mikrokontroller auf. Da passt ein Sockel nicht.

Andererseits gibt es ein ähnliches Projekt [1], welches mit Kindern ab 10 Jahren durchgeführt wurde [2], [3] und auch am 25C3 [4] statt findet. Unter fachkundiger Anleitung sind die Kiddies in kurzer Zeit in der Lage ihre Spielkonsole zusammenzulöten.

Ich bin überzeugt, wer nicht grad zwei linke Hände hat und den Lötkolben nicht dauernd am falschen Ende anfasst, schafft das.

3024839230-59f2e01419.jpg
Erzähl uns von den Spielen: Was gibt es, was macht besonders Spaß und was ist auf dem ungewöhnlichen Display überhaupt möglich?

Der Entwickler des Meggy liefert mit seiner Bibliothek 2 Spiele und eine
Handvoll Demos mit. Vorinstalliert ist das Spiel „Attack of the Cherry
Tomatoes“. Das ist von Vorteil, weil man damit gleich nach dem Zusammenbau die Funktion überprüfen kann.

Es geht dabei darum, mit seinem „Fighter“ die Armee der Kirschtomaten
abzuschießen. Ein klassisches „Shoot-em-up“ also. Macht echt fun und über Level 3 bin ich noch nicht hinausgekommen …

Das zweite Spiel heißt „Froggy jr.“ und ist, na was wohl? Ein Frogger-Clone. Mit ner Straße und einem Fluß. Und es ist ziemlich schwierig zu spielen.

Die Demos behandeln Teile der Hardware, wie man Tasten abfrägt, Töne erzeugt, Pixel setzt und abfrägt. Programme zum „Zeichnen“ und „Farbe Einstellen“ runden das Angebot ab.

Jedes der 64 Pixel lässt sich individuell in 16*16*16=4096 Farbwerten
einschalten. Es gibt 16 vordefinierte Farbwerte und weitere 16 können
individuell belegt werden.

Wie kommen die Spiele überhaupt auf das Gerät? Einen Modulslot hat es ja nicht.

Der Mikrokontroller vom Typ Atmel Atmega164 besitzt im Lieferzustand einen Bootloader, der es sehr einfach macht, via USB-Seriell-Kabel und der Arduino-Entwicklerumgebung das Programm in den Flash-Speicher zu schreiben.

Man sollte deshalb unbedingt das FTDI-Kabel mitbestellen.

3024841296-3f97bf82e1.jpg
Gibt es irgendwo in den Weiten des Internets schon eine Community, die sich stark mit dem Meggy auseinandersetzt oder steht man recht alleine da?

Meggy ist jetzt knapp 3 Wochen „auf dem Markt“. Das Forum des Entwicklers [5] ist noch ziemlich leer. Was den Rest betrifft – also allgemeines zur Arduino-Umgebung – da gibt es genügend Ressourcen im Internet. Allerdings nicht unbedingt mit dem Schwerpunkt der Spieleprogrammierung.

Ich könnte mir vorstellen, dass auch diejenigen die nicht Programmieren können oder wollen, etwas beitragen. Ein Storyboard für ein Spiel zu entwerfen verlangt moderate künstlerische Fähigkeiten, etwas Papier und Buntstifte. Da können selbst die Kleinsten Beiträge liefern.

Ich selbst würde mich sehr freuen, wenn mir jemand ein Storyboard zu einem PacMan- oder Breakout-Clone liefern würde.

Auch was das Komponieren von Melodien betrifft bin ich absolut angwewiesen auf Input. Es braucht dazu auch keine Software – die Tonfolge und die Länge der einzelnen Töne genügen zur Programmierung.

Hast du schon versucht, etwas auf dem Gerät zu programmieren?

Nein, noch nicht. Allerdings habe ich früher(tm) auf dem Sinclair ZX81 schon einfache Spiele in Basic geschrieben. Es dürfte nicht allzuschwer werden, ein Top-Down oder Side-Scroll zu fabrizieren. Mal sehen ob ich während dem Betriebsurlaub dazu komme, Asteroiden auszuweichen und/oder Bösewichter abzuschießen …

Dein Fazit: Ist der Meggy nur ein nettes Spielzeug oder ein ernstzunehmender Handheld?

Meggy ist für mich die Einstiegsdroge für die Programmierung von
Mikrokontrollern. Dass man das mittels der Programmierung von Spielen erreicht ist besonders genial. Ich kenne mich mit anderen Handhelds nicht aus – so kann ich die Konkurrenz nicht beurteilen.

Aber: Je fähiger eine Hardware ist, desto höher ist der Aufwand den man treiben muß um einen Erfolg zu erleben. Da ist es am Anfang sicher einfacher, wenn man eine einfache Hardware hat, sich blos um 6 Tasten und 64 Pixel kümmern muß, als gleich einen x-stimmigen Synthesizer-Chip zu „erlernen“ und mit Sprites zu arbeiten.

Vielen Dank für das Interview!

Empfehlenswert ist auch der Thread bei GP2X.de, in dem es weitere Informationen gibt.
[1] http://www.mignongamekit.org/
[2] http://www.mignongamekit.org/2008/11/next-20-workshops-in-basel-and-zrich.html
[3] http://www.mignongamekit.org/2008/08/erster-game-kit-20-workshop-first.html
[4] http://events.ccc.de/congress/2008/wiki/Game_Kit_Workshop
[5] http://www.evilmadscientist.com/forum/index.php?forum=14

Etwas merkwürdiges geschieht in England

Die britische BBC hat einen Artikel veröffentlicht, in dem sie vor gefakten Nintendo DS-Konsolen warnt. Leider erwähnt sie keine genauen Details, um was es sich dabei handelt. Auch eine Anleitungsseite, wie man gefakte Konsolen erkennt,hilft nicht weiter.
Wirklich professionell nachgebaute Nintendo DS scheinen es meiner Meinung nach nicht zu sein: Nintendo benutzt in seinen Konsolen normalerweise Technik, die nicht so einfach nachzubauen ist und chinesische Piraten haben auch keine weiteren Fakekonsolen auf den Markt gebracht – momentan sind sie erst dabei, von Famicom-Nachbauten zu MegaDrive-Nachbauten zu wechseln. Ein riesiger Sprung hin zum DS ist da wohl eher unwahrscheinlich.
Viel logischer erscheint es mir, dass es sich um Grauimporte handelt. So ist z.B. der iQue DS deutlich günstiger und es kann sich durchaus lohnen, dafür eine neue Box zu drucken. Auf einen Import weist auch der fehlende Stromadapter hin.

Das neue Pandora-Design

Craigix hat auf GP32x einen Statusbericht zur Pandora inkl. einem neuen Rendering veröffentlicht:

Hello everyone,

Craig here, I know some of you must be choking for news at the moment, so I thought I’d write another status update for you.

As you may be aware, in terms of the economy there could not be a worse time to be building the worlds first community driven hand held device;

No credit on parts, banks who say ’no thanks‘ to your 4000 orders, long lead times on parts which only a few months ago were plentiful, currency collapses and lots more.

But we prevail, the project must go on!

One of the saving graces of this project is of course you guys – the community, thanks to you we have no debts, continuing support and a ready and willing user base. We are very aware of how lucky this situation is – especially in the current climate, if we had done this with a loan from a bank we are well aware the loan would have been called in by now and the project canceled.

And it is your support which is making us try to make the Pandora as perfect as it can possibly be. I know some of you want us to just release it already, some of you hackers would not care if it had flaws, but as some of you will remember the whole point of the Pandora was to not make the mistakes of previous open consoles.

On that note I’m pleased to say next weekend we will be building the first fully working Pandora with controls and keyboard and making some videos of it for you to see – this does not mean the work is finished – there is bound to be something which needs
adjusting, but it is a major near final milestone.

Also we know some of you are frustrated by the slow refund and reorder process – believe me so are we – this situation could not be more of a nightmare for us especially as we had no idea it would happen, it’s a good thing we now have a bank who understands this project and supports us with it.

Those of you who are angry about the situation please understand that what happened was not our choice, someone who was clueless to the project saw our bank balance, paniced without speaking to us, and set the wheels in motion for a pointless refund process. Those of you who might think we could discuss this like adults with the bank in question are very mistaken – you may as well try to talk to a brick wall, the whole banking world is in panic mode and we are small fry to them.

But even after all this we are still working away, finding routes around the problems all with one goal still in mind – making the best and most powerful handheld ever.

As for new things to see some of you might like this render of the case top we went with:

It addresses the boxyness of the case which some of you didn’t like, making the Pandora slimmer and more rounded, this is the design we will be going with unless a major flaw is found.

On another note, those of you emailing asking if there will be any space for new orders after the refund process is complete I can say there will be some available – I will post information when you can place a new order.

As for a shipping date – until we get the final delivery dates for some parts we still can’t give an accurate time line but we are working as hard as we can for it to happen as SOON AS POSSIBLE, it may be comforting for you to know another ~15 dev kits
went out to some of the best developers on the scene in the last few weeks who are furiously working on software as we speak.

One of the main problems with production is that parts are not available as easily as they were a few months ago – companies are not keeping stock and only manufacturing to order, another pitfall of the global economy right now.

In slightly better news it’s possible we might be able to ship some units reasonably soon to those of you who are more the hacker type, these units may come without a battery and with a beta OS installed, the battery could be sent on at a later date at the postage cost.

I hope to have more news for you soon.

Das neue Design überzeugt mich persönlich nicht – abgerundete Ecken haben irgendwie immer etwas von Kinderspielzeug und ich fand das erste Design durchaus ok. Es lag auch gut in der Hand und hatte einen gewissen schlichten Stil, den dieses Design nicht hat. Außerdem ist zu hoffen, dass die Pandora nicht ernsthaft in nikotingelb ausgeliefert wird.
Ansonsten ist es schon erstaunlich, wie sich die Wirtschaftskrise auf so ein Projekt auswirkt. Normalerweise würde man denken, dass die Firmen in Zeiten sinkender Auftragslage sich über jeden Auftrag freuen, aber anscheinend ist dem nicht so. Hoffen wir, dass Craigix & Co diese Hürden überwinden werden!