GPH gibt die Handhelds auf

Damit endet eine Ära: GPH, Produzent des Wiz und des Caanoos und Nachfolger von Gamepark, hat anscheinend die Entwicklung von weiteren Handhelds aufgegeben. Der Caanoo wird zwar noch solange weiterproduziert, bis er sich nicht mehr rentiert, aber ansonsten konzentriert die Firma sich auf ihren Vocamaster-Sprachtrainer.

Die Entwicklung war sicherlich abzusehen. Der GP32 war ein unerwarteter Erfolg, aber schon beim GP2X zeigte sich, dass GPH wenig auf die internationalen User einging – einer der Gründe, warum die internationalen Distributoren mit der Pandora ein eigenes Projekt starteten. Wer länger in der Handheldszene unterwegs war, kennt die Probleme, irgendwelche verlässlichen Informationen von den Koreanern zu bekommen. Das wiederholte sich mit dem Wiz und der Caanoo war eine seltsame Entwicklung – er bot nichts radikal neues, war nicht kompatibel zum Vorgänger und kam viel zu früh.

Gleichzeitig wurde GPH links und rechts von anderen Herstellern überholt – und das Alleinstellungsmerkmal Homebrew und Emulation ging verloren. Die PSP grub dem GP2X massiv Kunden ab und mittlerweile produzieren chinesische Hersteller haufenweise Geräte wie den Dingoo A320, welche ebenfalls auf Emulation setzen. Diese sind häufig leistungsfähiger, billiger und deutlich schicker als die GPH-Geräte.

Mit dem Caanoo endet jetzt also die Ära der koreanischen Handhelds. Schade.

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