Deutscher Händler muss 1 Mio Schadensersatz wegen Flashern zahlen

Seit den guten, alten GBA-Zeiten gehören Flashkarten zu den Handhelds. Wir haben damals im Forum bei Portablegaming wilde Abwehrschlachten gegen Flasherdiskussionen geführt, aber das mehr oder weniger unausgesprochene Geheimnis war, dass praktisch jeder handheldbegeisterte User eine Flashkarte besaß und damit nicht nur Homebrew, sondern auch kopierte Spiele gezockt hat.

DS und PSP haben die Situation damals noch angeheizt: GBA-Flasher waren anfangs recht teuer waren und gar gruselig zu bedienen (den Entwickler der Flash2Advance-Software will ich immer noch verdreschen…), aber gerade die Slot 1-Geräte für den DS und der einfache Softmod für die PSP haben dann alle Schranken geöffnet und wirklich jeder rannte mit dicken Memory Cards voller kopierter Spiele herum.

Das hat natürlich auch Nintendo massiv gestört und logischerweise kamen dann die ersten Klagen gegen Flashkartenhändler. Jetzt wurde einer vom Landgericht München zu satten 1 Millionen Euro Schadensersatz verknackt:

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Geknackter-Kopierschutz-1-Millionen-Euro-Schadenersatz-fuer-Nintendo-1632842.html

Das gesamtes Urteil mit Begründung hier:

http://openjur.de/u/31700.html

Die Party ist mittlerweile vorbei. 3DS und Vita sind (noch?) nicht geknackt und deutsche Flashkartenhändler gibt es nach den Klagen von Nintendo wohl keine mehr. Ausländische Händler bieten jedoch noch welche an, ich bin mir aber nicht sicher, ob diese durch den Zoll kommen.

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