Archive for the ‘Diverses’ Category

Es gibt nicht viel zu berichten

Es ist die letzten Monate etwas ruhiger geworden und das liegt v.a. an der doch recht öden Handheldszene. Sony hat mit der Vita etwas weniger Erfolg, Nintendos 3DS ist sehr erfolgreich. Die Homebrewszene ist stark geschrumpft, die Pandora tot, der Nachfolger Pyra bislang auch nicht erschienen und aus China erreicht uns eine Flut unglaublich langweiliger Android-Handhelds. Die sind alle ok, besitzen mit Android ein ordentliches Betriebssystem, das auch Emulatoren kann, aber eigentlich will man dort nicht die ganzen F2P-Spiele zocken. Und selbst wenn man es will, hat man eigentlich sein Handy dabei und will nicht noch ein Gerät mit herumtragen.

Von daher gibt es momentan recht wenig zu berichten und das färbt auch auf das Blog ab.

Die Handys fressen weiter die Handhelds

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http://blog.flurry.com/bid/77424/Is-it-Game-Over-for-Nintendo-DS-and-Sony-PSP

Es ist eine Grafik, die eigentlich alles über den aktuellen Stand auf dem Handheldmarkt aussagt: Das US-Marktforschungsunternehmen Flurry (ja, die heißen wirklich so…) hat die Umsätze auf dem Markt für mobile Spiele analysiert und das sieht gar nicht so gut für die klassischen Handhelds aus. So stieg der Umsatz von iOS und Android-Spielen von nur 19% 2009 auf satte 58% vom Kuchen. Der Nintendo DS verteidigt sich tapfer gegen den Ansturm der Smartphones, während die PSP mittlerweile kaum noch eine Rolle spielt.

Natürlich kann man jetzt die Methodik der Untersuchung auseinandernehmen, aber der Trend ist soweit klar: Smartphones werden in der nächsten Zeit die Handhelds beerben. Die Gründe dafür sind klar: Im Gegensatz zu den Handhelds besitzt man im Zweifelsfall demnächst ein Smartphone. Schaut man sich die Marktanteile an, werden auch die Dumbphones nach und nach verschwinden – dann ist das mobile Spiel nur einen Klick im Appstore und irgendwas zwischen 99 Cent und 4,99€ entfernt. So tragisch es auch klingt – wollte ich demnächst Super Mario 3D Land spielen, müsste ich 150€ für einen 3DS investieren und nochmal 40€ für das Spiel. Das ist eine Menge Holz, wenn ich mir die Zeit in der Straßenbahn auch mit ebenfalls ordentlichen Androidspielen vertreiben kann. Andere Menschen werden ähnlich handeln.

Wirklich bedrohlich wird es aber, wenn die Dritthersteller ihre großen Handheldtitel auf die Smartphones und Tablets bringen. Dieser Trend zeichnet sich auch bereits ab: Für iOS gibt es etwa schon Phoenix Wright und Professor Layton ist ebenfalls angekündigt. Bei den sich verschiebenden Marktanteilen wären die Publisher schlecht beraten, wenn sie ihre Titel nicht auf allen Plattformen anbieten würden.

Für die Handhelds bleiben nur noch drei Nischen: Zum einen enorm gute Grafiken (Vita) oder Gimmicks wie 3D-Bildschirme. Diese drohen aber innerhalb der Lebenszeit eines Handhelds von den Smartphones überholt zu werden. Heute ist man noch der König, morgen ist das Aldi-Handy leistungsfähiger und hat auch einen 3D-Bildschirm. Die zweite Nische, extrem gute Exklusivtitel, kann funktionieren, muss aber nicht. Mario kann Käufer anlocken, aber es ist auf Dauer fraglich, ob sich die hohen Produktionskosten solcher Titel refinanzieren, wenn die Käufer nicht noch viel mehr Spiele für den Handheld kaufen. Und die dritte Lücke ist einfach zu klein – Personen, denen man kein Smartphone in die Hand drückt. Kinder etwa. Aber vielleicht speist man die in Zukunft auch mit billigen China-Handhelds ab.

Einzig eine Chance bleibt: Bereits heute kann ich auf meinem Galaxy II Quake 3 spielen. Es steuert sich aber leider furchtbar. Das gilt für einen Großteil der Handyspiele – Touchscreens eignen sich für viele Genres einfach nicht. Renn- und Actionspiele sind mit Bildschirmtastaturen kaum sinnvoll zu kontrollieren. Wir werden uns wohl daran gewöhnen müssen, denn die Smartphones werden bleiben und Geräte wie das XPeria Play mit Gaming-Tasten oder das iControlpad werden Nischenprodukte bleiben.

Nokia kann einem bei dieser Entwicklung fast Leid tun – mit dem N-Gage hatten sie damals den richtigen Riecher und haben gute, aufwändige Spiele auf die Handys gebracht. Bis heute gibt es etwa kaum ein mobiles Strategiespiel mit so viel Tiefgang wie Pathway to Glory.

Und was ist mit den vielen kleinen Handhelds neben den zwei Großen? Die Zukunft der Emulatorenhandhelds wie GP2X, Wiz oder Pandora ist die Nische. Das lohnt sich für Enthusiasten und einen kleinen Kreis begeisterter, aber ich sehe keine Chance auf dem Massenmarkt.

Und das ist auch der Grund, warum hier gerade so wenig los ist – die Handheldszene stirbt langsam vor sich hin und die wirklich interessanten Entwicklungen passieren bei den Smartphones. Ich will aber nicht über irgendwelche neuen Galaxys, Desires, Nexus Primes oder iPhones bloggen. Und ich will auch nicht das x-te Blog werden, dass wie wild irgendwelche Apps testet.

Microsoft patentiert modulare Steuerung für Smartphones

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We’ve seen slider phones with speakers, gamepads, and of course, the standard keypad — but what if you want to swap out your slider accessory for something new? A new patent from Microsoft is exploring the possibility, showing off a concept smartphone with a sliding modular bay. Tired of that keyboard? Replace it with a gamepad, or a life-giving battery pack.

http://www.engadget.com/2011/09/23/microsoft-patents-modular-windows-phone-with-swappable-batteries/

Analyst: Traditional handhelds in permanent decline

Darf man sich ruhig durchlesen, da ist viel Wahres drin.

Meh.

Ich gebe es zu – momentan fehlt mir etwas die Motivation, um mich ausgiebig um dieses Blog zu kümmern. Dafür ist meiner Meinung nach der Handheldmarkt zu langweilig. Der Nintendo 3DS ist für mich uninteressant und der NGP wird noch eine Weile auf sich warten lassen. Gerade da zum Launch die Spiele selten gut, dafür aber teuer sind, wird er sich wohl auch erst in einem oder gar zwei Jahren richtig lohnen. Außerdem ist es als kleines Hobbyblog eh vergeblich, den großen Nachrichten hinterherzubloggen. Wenn ich Abends nach Hause komme und irgendeine Nachricht zum 3DS oder NGP finde, hat die Zielgruppe das eh schon gelesen.

Dann bleiben noch die kleinen und die unbekannten Handhelds, aber auch hier ist vieles langweilig oder uninteressant geworden. Chinesische Hersteller pumpen Unmengen an uninteressanten NOAC-Handhelds und PMP-Emulationsgeräten raus. Davon ist eines öder als das andere – natürlich kann ich auf immer die gleichen Chips die immer gleich öden Emulatoren für NES, MegaDrive und SNES packen, aber irgendwann holt man damit keinen Hund hinter dem Ofen mehr hervor. Der Dingoo A320 hat es richtig gemacht, alles, was danach kam, war wieder langweilig.

Die Kollegen drüben bei ObscureHandhelds haben z.B. dieses Gerät ausgegraben, einen russischer Emulationshandheld mit Dingux-Kompatibilität und erstaunlich solide aussehenden Buttons:

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Mir fehlt trotzdem die Motivation, darüber etwas längeres zu bloggen.

Auch die Szene der koreanischen Handhelds/der Pandora befindet sich momentan eher in einem Dornröschenschlaf. Die Pandora wird in homöopathischen Dosen produziert und der Caanoo ist nett, löste aber auch keinen Begeisterungssturm aus.

Was bleibt also? Soll ich kommentarlos obskure Links zu Rezensionen von OneStation-Spielen posten? Die Seite gleich sein lassen?

Liebe Leser, beratet mich.

Capcom: Smartphones haben Handhelds ersetzt

Es dürfte unbestritten sein, dass der Smartphone-Markt in den letzten Jahren gerade im Spiele-Bereich enorm gewachsen ist. Capcom ist sogar der Meinung, dass Core-Gamer traditionelle Handhelds wie DS und PSP liegen lassen, um auf ihrem iPhone und Co zu spielen. Capcom’s Interactive President Midori Yuasa sagte den Kollegen von MCV:
"Die Casual Gamer, die auf dem PC gespielt haben und die Hardcore Gamer, die auf einem portablen Gerät gespielt haben, nutzen nun ihr Smartphone," so Yuasa. "Das iPhone und die größeren Smartphone-Märkte sind sehr wichtig für Capcom, da sie wie kein Gerät zuvor das Potential haben, eine unvierselle Spielplattform zu werden."

http://www.planetiphone.de/news/597-capcom-smartphones-haben-handhelds-ersetzt.html

Das traurige ist, dass ich mich dieser Analyse anschließen muss – der Handheldmarkt steckt gerade in einer veritablen Krise, aus der er sich u.U. nicht mehr retten kann. Auf der einen Seite fluten hunderte meistens schlecht gemachte Billighandhelds aus China den Markt, welche meistens irgendwelche halblegalen Emulatoren enthalten, die üblichen MP3 und Videofunktionen. Das ist nett, ein Gerät wie der Dingoo macht auch Spaß, aber eine ernsthafte Begeisterung stellt sich hier für mich nicht ein.

Auf der anderen Seite sterben gerade der Nintendo DS und die PSP gemütlich vor sich hin. Es gibt zwar noch einige neue Software, aber auch hier herrscht vor allem ein langes Gähnen vor: Von den in den letzten Monaten veröffentlichten Titeln interessierte mich kaum einer, gespielt habe ich keinen.

Das wäre jetzt die große Stunde für den 3DS und das PSPhone oder gar eine richtige PSP2. Zu einer PSP2 können wir jetzt noch nichts sagen, das PSPhone ist aber herzlich uninteressant – es ist nur ein weiteres Android-Smartphone unter vielen. Das Traurige an ihm ist, dass Sony den eigentlich richtgen Schritt vollzieht und eine Handy-Funktion integriert, auf ein bereits bestehendes und erfolgreiches Betriebssystem aufsetzt, aber trotzdem scheitern wird: Ich kann mir nicht vorstellen, dass außer Sony eine größere Zahl von Entwicklern speziell Spiele für das PSPhone entwickelt. Die Verlockung, das Spiel auch für die Millionen anderer Androiden anzubieten und nicht massiven Entwicklungsaufwand speziell für eine kleinere Plattform einzusetzen.

Der Nintendo DS ist ein anderes Thema: Für mich ist er deutlich zu teuer – für die 250€ bekommt man auch einen neuen iPod Touch oder sehr gute gebrauchte iPhones und Androiden. Und Eltern dürften sich die Anschaffung auch zweimal überlegen.

Von daher ist die Situation auf dem Handheldmarkt gerade etwas prekär und das Ganze macht auch nicht wirklich viel Spaß.

Schock für alle Verkaufszahlenfetischisten

Die amerikanische NPD-Group, welche für die Ermittlung der amerikanischen Verkaufszahlen verantwortlich ist, hat beschlossen, keine Verkaufszahlen mehr kostenfrei zu veröffentlichen. Genau wie auf dem deutschen Markt bleiben diese Zahlen ab sofort Insiderwissen und wir können leider nicht mehr wie bei DS und PSP den Handheldkrieg quasi live miterleben. Wie 3DS, PSP2 und alle anderen Geräte sich verkaufen, werden wir jetzt leider nicht mehr so aktuell miterleben. Schade 😦

1x eine Runde Nostalgie

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Zum Größermachen einfach Draufklicken

Epic-Chef: Stationäre Konsolen werden mobil werden

“Imagine a future Xbox 360 that is actually a tablet you carry around,” said Mark Rein in a new interview with Develop.

“It will have more power than 360 does today, with technology like Kinect built right in.

“Imagine walking into a bar with some friends, propping it up on the table and playing games like Dance Central or Kinect Adventures anywhere you go. Then when you get home that same device will use technology like AirPlay or wireless HDMI to connect to your big screen, you’ll pick up a wireless controller, or use your phone as controller to play games like Gears of War.”

http://www.develop-online.net/news/36015/Epic-boss-sees-next-gen-consoles-going-mobile

Schon alleine die enormen Probleme mit der Batterielaufzeit, die höheren Kosten für zusätzliche Bildschirme und natürlich die Größe machen dieses Szenario wohl etwas unrealistisch.

Apple hat angeblich 50% des mobilen Spielemarktes in seiner Hand

Apple hat auf der letzten Keynote, auf der diverse eher uninteressante neue iPods vorgestellt wurden, auch eine kleine und höchst interessante Zahl genannt: Angeblich verkauft sich alleine der iPod Touch häufiger als der Nintendo DS und die PSP zusammen. Auch der Spieleverkauf boomt – 1,5 Milliarden “Spiele und Entertainment-Apps” sollen alleine auf die iPod Touchs heruntergeladen worden sein. Dazu kommen noch diverse iPhones.

Wie Engadget gut beobachtet hat, passen die Zahlen aber nicht ganz zusammen – der Nintendo DS steht gerade bei über 130 Millionen Einheiten, die PSP knabbert gerade an den 60 Millionen. Im Gegensatz dazu will Apple 120 Millionen iOS-Geräte verkauft haben. Es wird sich dabei wohl um Zahlen aus einem bestimmten Zeitraum handeln, beispielsweise des aktuellen Monats. Wirklich aussagekräftig ist das nicht – vor allem, da auch die 1,5 Milliarden heruntergeladenen Apps in vielen Fällen natürlich nicht Spiele sind, sondern mehr oder weniger sinnvolle Gagprogramme, die meistens für 99 Cent verramscht werden. Das mit Vollpreisspielen zu vergleichen, ist Humbug.

Die Statistik zeigt aber auf jeden Fall, dass moderne Smartphones durchaus eine starke Konkurrenz für die klassischen Handhelds darstellen. Lange Zeit war es so, dass man einen GameBoy, einen GameGear, einen GameBoy Advance, einen Nintendo DS oder eine Playstation Portable brauchte, um unterwegs vernünftig zocken zu können. Snake war nett, aber auch nur für ein paar Minuten. Der GBA war immer besser. Mittlerweile hat sich das aber gewandelt – wer sich ein modernes Smartphone kauft, der benötigt für die mobile Unterhaltung kein weiteres Gerät. Ich werde hier trotzdem keine iPhone-Sektion einrichten, hier wird es weiterhin um obskure Handhelds gehen und nicht um die neusten iPhone und Android-Nachrichten.